SATIROSKOP

 

Donnerstag, 22. Januar 2015

 

Neuer PEGIDA-Vorsitzender Adolf Hitler weist Vorwürfe zurück, die Bewegung stünde politisch rechts

 

Nach dem Rücktritt von Lutz Bachmann als PEGIDA-Vorsitzender hat sich dessen Nachfolger, der aus Österreich stammende Kunstmaler Adolf Hitler, auf einer Pressekonferenz zu den politischen Zielen von PEGIDA geäußert. Dabei wehrte er sich gegen den Vorwurf, die PEGIDA-Bewegung stünde politisch rechts.

 

Der neue PEGIDA-Vorsitzende in seinem Dresdner Büro

Bildnachweis: Foto: Adolf Hitler, Berghof. Autor: Heinrich Hoffmann. Veränderung: keine. Quelle: Bundesarchiv 146-1990-048-49A, via Wikimedia Commons. Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE.

Dresden (mdi) – Lutz Bachmann, der Initiator und Vorsitzende der anti-islamischen Dresdner Protestbewegung PEGIDA, hatte immer vehement behauptet, dass weder er noch seine Mitläufer Nazis seien, und die Medien, die ihn seiner Meinung nach in eine rechte Ecke stellen wollten, als „Lügenpresse“ beschimpft. Nun ist zum einen ein Bild aufgetaucht, dass ihn in Frisur und Pose Hitlers zeigt und das er selbst bei Facebook gepostet hat. Darüber hinaus wurden rassistische Kommentare Bachmanns öffentlich, in denen er Asylbewerber allesamt als „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“ verunglimpft. Nachdem die Staatsanwaltschaft Ermittlungen mit dem Verdacht der Volksverhetzung aufnahm, trat Bachmann gestern von seinem PEGIDA-Vorsitz zurück.

Schon einen Tag später präsentierte PEGIDA den neuen Vorsitzenden: Adolf Hitler, ein aus Österreich stammender Kunstmaler, wird von nun an den Verein führen. Hitler gab heute morgen eine Pressekonferenz in den Dresdner Räumen der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dort wiederholte er als neuer PEGIDA-Vorsitzender zunächst das Hauptmotiv der Montags-Demonstrationen, nämlich die Sorge um das Abendland, das aufgrund der Zuwanderung von Muslimen seine kulturelle Identität zu verlieren drohe. Der Islam gehöre nicht zu Deutschland, so Hitler, und wörtlich: „Die Muslime sind unser Unglück!“ Hitler malte das Bild einer islamischen Weltverschwörung, die nach einer feindlichen Übernahme des Abendlandes trachte und letztlich die Weltherrschaft anstrebe. „Deutschland“ müsse endlich „erwachen“. Er forderte, den Zuzug von Muslimen wie auch von nicht-germanischen Ausländern überhaupt zu stoppen, bereits hier lebende Muslime und Ausländer sollten deportiert werden.

Die Frage, ob dies nicht auch irgendwie als ausländerfeindlich angesehen werden könnte und ob es sich bei ihm und der PEGIDA-Bewegung damit nicht möglicherweise vielleicht doch um Rassisten handeln könnte, verneinte Hitler ganz entschieden. Man strebe lediglich an, dass - wie schon sein Amtsvorgänger Bachmann forderte - jeder dort bleibe, wo er herstamme. Letztlich ginge es ihm um abendländische Werte wie Freiheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit. Seine großen Vorbilder seien Theodor W. Adorno, Karl Popper und Martin Buber.

Hitler wies abschließend auch den Vorwurf zurück, die PEGIDA-Bewegung stünde politisch rechts. Ihre Mitglieder seien „einfach deutsche Bürger aus dem deutschen Volk“, so der neue Vorsitzende. Ihre Ziele seien nicht rechts oder links, sondern Ausdruck des „gesunden deutschen Menschenverstandes“. Hitler beendete die Pressekonferenz mit einem dreifachen „Sieg Heil!“ und wünschte allen noch einen schönen Tag.